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dauernswerther als ein Bettler war. Herr Heinrich hatte gewiß noch Aeltern und Geſchwiſter, wohl gar eine Braut, die insgeſammt um ihn in großer Sorge waren und ihm nicht beiſtehen konnten. Darum nahm ſich der Knabe des Gefangenen an, indem er ihm mit Handreichungen beiſtand und jedes ſeiner Bedürfniſſe herbeiſchaffte. Darüber vergaß Wilhelm den Schmerz über die Trennung von ſeiner Groß⸗ mutter und Schweſter und das ſüße Gefühl erfüllter Men⸗ ſchenliebe beſeligte ſeine Bruſt.
Sechſtes Kapitel. Das Kriegsgericht und der Zweikampf.
Der Zug mit den gefangenen Preußen vom Schill'ſchen Freicorps näherte ſich dem Rhein, ohne daß irgend ein Er⸗ eigniß oder eine Aenderung in dem Schickſal der Gefangenen eingetreten wäre. Keiner von den vielen tauſend Deutſchen, welche die Gefangenen vorüberfahren ſahen, regte eine Hand zu ihrer Befreiung, indem die Furcht vor der franzöſiſchen Herrſchaft den höchſten Gipfel erreicht hatte. Es war an einem heißen Sommertage, als der kleine Wagenzug um die Mittagszeit ein kleines Städchen erreichte, wo die Vorſpanne gewechſelt werden ſollte. Dieſes Geſchäſt ſollte durch die Vermittelung des Bürgermeiſters oder Maire geſchehen, da⸗ her der Zug vor deſſen Hauſe am Marktplatze anhielt. Zu⸗ gleich ſollten die Gefangenen ſo wie deren Wächter ihr Mit⸗


