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Dortchen rieb ſich wirklich ihre zarten Hände auf. Den⸗ noch hörte ſie mit Waſchen nicht eher auf, als vis es ihr die Großmutter ernſtlich geboten hatte. Sie litt in der daranf folgenden Nacht nicht geringe Schmerzen und furchtbares Brennen an ihren Händen, allein ſie ertrug ſolche ohne Klagen und mit dem freudigen Bewußtſein erfüllter Kindes⸗ pflicht. k
Wenn irgend etwas in der Welt der alten Großmutter einen Erſatz für die verlorene Tochter und den gebliebenen Schwiegerſohn geben konnte, ſo waren es die beiden Enkel, welche ihr Möglichſtes thaten, um ihrer Großmutter die Ar⸗ beit und das Alter zu erleichtern und ihr eine Freude zu bereiten.
Aber der Glückshimmel trübte ſich wieder. Bedeau's Arm war zwar nicht ſteif geworden, allein eine ſolche Schwäche in demſelben verblieben, daß er ihn zum regelmäßigen Sol⸗ datendienſt nicht gebrauchen konnte. Daher wurde er von ſeinem Oberſten der Mannſchaft zugetheilt, welche die gefan⸗ genen und von ihren Wunden hergeſtellten Glieder des Schill'ſchen Freicorps nach Frankreich geleiten ſollten. Unter den Letzteren befand ſich auch Bedeau's Schützling, der Leut⸗ nant Heinrich. So hatte er ſich, mit Verſchweigung ſeines Familiennamens, ſelbſt genannt.
„Großmutter“— hob Wilhelm Mettler, kurz vor dem Abmarſche der Gefangenen, mit niedergeſchlagenen Augen an— „Monſieur Bedeau darf ſeinen Sineclair nicht mit nach Frank⸗ reich nehmen. Er will dafür mich zu ſeinem Diener machen und wie ein Vater für mich ſorgen, auch Euch und Dorte
* nicht ganz verlaſſen. Ich ſoll Euch fragen, ob Ihr Eure


