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Krieger als Gefangene in die Hände der Franzoſen gerathen und konnten ſonach der Unterofficier Mettler und deſſen Frau unter jenen mit inbegriffen ſein. Eine andere Möglichkeit war ferner die, daß das Ehepaar ſich zur Zeit bei denjenigen Preußen befand, welche in Danzig, in Colberg oder an der preußiſch-ruſſiſchen Gränze noch länger gegen den Feind ankämpften. Das Dritte und Wahrſcheinlichſte, daß Mann und Frau in der Schlacht geblieben ſein könnten, fürchtete Frau Ihlig nicht, denn ein Traum, an deſſen Erfüllung ſie feſt glaubte, hatte ſie auf ein glückliches Wiederſehen ver⸗ tröſtet. Träume ſind Schäume— ſagt ein wahres Sprüch⸗ wort— doch in einem Falle, wie der vorliegende, haben ſie wenigſtens das Gute, leicht⸗und traumgläubigen Menſchen ebenſo die Hoffnung aufrecht zu erhalten als andermals die⸗ ſelbe zu vernichten.
Es hatte der Großmutter geträumt, wie Wilhelm ſie abermals franzöſiſch angeredet und ſie ihm ſolches ärgerlich verwieſen hatte. Darauf war ihre Tochter und Wilhelms Mutter erſchienen und hatte freundlich zu ihr geſprochen: „Schelte Wilhelm nicht aus, Mutter! Er muß mich und meinen Heinrich aus der Gefangenſchaft und aus Frankreich befreien und deshalb franzöſiſch ſprechen lernen.“
Dieſe Worte galten bei der Großmutter wie ein Evange⸗ lium und ihnen verdankten es die beiden Kinder, daß ſie unbehindert mit ihren franzöſiſchen Hausgenoſſen umgehen und deren Sprache ſich aneignen durften.
Eines Tags ging Frau Ihlig über das kleine Papp⸗ käſtchen, in welchem ſie ihr Geld aufbewahrte. Bei dem Anblick von deſſen Leere erfaßte ſie eine ſo tiefe Wehmuth,


