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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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und ihm nichts Uebles zufügen, ſo würde ich in meiner Angſt um Kind und Schwiegerſohn vergehen. So aber bleibe ich dabei: wenn euerm Vater etwas zugeſtoßen wäre, ſo bliebe meine Guſte nicht ſo lange weg, und ſollte ſie ſich mit ihrer flinken Zunge durch eine ganze Armee ſchlagen müſſen. Nun, ſie kann in Gottes Namen jeden Tag kommen. Ich bin mit Allem zu Stande. Ihre und ihres Mannes Wäſche liegt rein und gemangelt in der Kommode, dazu ihr Sonntags⸗ kleid geplattet und ihre gute Haube aufgeſteckt und die Gar⸗

nirung in Fältchen gepreßt. Euch Kinder habe ich auch

durchgeflickt und unſer Stübchen in aller Ordnung erhalten. Ach, wenn ich jetzt meine Guſte durch die Thüre hereintreten ſähe! Wenn ſie mit ihren friſchrothen Lippen freundlich ſpräche:Da bin ich wieder! Noch immer ſteht ſie vor mir in ihrem ſchief geſetzten, runden Filzhute mit dem Federſtutze und dem breiten Schnallenbande, in ihrer blauen Jacke mit dem rothen Kragen und den blitzenden Stahlknöpfen, mit ihrem umgehängten Schnappstönnchen.

Barrleh wuh franeſä? unterbrach Wilhelm die groß⸗ mütterliche Herzensergießung, indem er ſich dabei nicht wenig über ſein erlerntes Franzöſiſch brüſtete.

Bleibe mir mit deinem Gequatſch vom Halſe! verſetzte

die Großmutter ärgerlich. Zur Schweſter wendete ſich nun Wilhelm mit der Frage:

Komm brenne wuh moa? Wui, Bucker! erwiederte Dortchen geſpreizt, Sche wuh rehmerrſieh! Später ſchwatzten die Geſchwiſter mehr und mehr fran⸗