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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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bunt durcheinander auf der eiligſten Flucht! In upe ſah man unter Anderem zwei Soldaten, welche eine Flinte in einen mißlichen Sitz umgewandelt hatten, auf welchem ſie einen ſchwer verwundeten Kameraden trugen. Das Haupt dieſes Aermſten war tief auf die Bruſt herniedergeſenckt, ſein Antlitz todtenbleich und lang, die Wange eingefallen, ſo auch das Auge. Mit jedem Arme hielt er den Hals eines ſeiner Träger umſchlungen, vilin der Laſt des eiſenſchweren Körpers nicht wenig keuchten.

Mit ſtöhnender, ſterbender Stimme hob jetzt der Ver⸗ wundete zu ſprechen an:Laßt mich, Kameraden! Habt Dank für Eure Liebe! Ich ſterbe! Setzt mich ab und rettet Euch! Grüßt meine Frqut und Kinder.

Die erſtarrenden Arme des Sterbenden löſten ſich von ihrem Halt an den Hälſen der beiden Krieger und jener ſank in ſich zuſammen und von ſeinem elenden Sitz herab, daher ſeine Träger ihn ſanft auf den blutgtdüngten Erdboden niederlaſſen mußten.

Indem ſich der eine barmherzige Samariter nach Hülfe und nach einem Fuhrwerk für den ſterbenden Kameraden umſah, rief er laut aus:Frau Mettler! Frau Mettler! hierher! hierher!

Bei dieſem Namen öffnete der Verwundete ſein ſchon geſchloſſenes, brechendes Auge und ſeine bleichen Lippen flüſterten:Meine Frau? Wo wo iſt ſie?

Frau Mettler, unſere ſchmucke, rüſtige Marketenderin jammerte in einiger Entfernung um den Verluſt ihres lieben Schimmels und ihres Fuhrwerks. Jenem hatte eine feind⸗ liche Kanonenkugel einen Schenkel hinweggeriſſen und dieſem