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Der Galeerensclave : eine geschichtliche Erzählung aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts : für die Jugend / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Bewahre! erwiederke die Großmutter,goldiges Geld iſt's, für welches man grauſam viel kaufen kann.

Von da an ſpielten die Geſchwiſter viel mit goldnen Naplons, die freilich jetzt noch durch kleine Kieſelſteine ver⸗ treten wurden.

Indeß ſammelten ſich aller Orten und Enden die preußi⸗ ſchen Adler, ur franzöſiſchen die langgewachſenen Federn auszurupfen und a getrumpft ſie nach Hauſe zurückzuſchicken. Wie die zahlloſen, blauen Schaaren ſo ſiegsgewiß und unter frohen Hörnerklängen über Berg und Thal dahin zogen! Wie ſie die Franzoſen in ihren Gedanken ſchon vor ſich hin trieben, gleichwie ihre Vorfahren bei Roßbach gethan hatten! Aber ſchon das älteſte Buch, die Bibel, ſagt warnend: Wer den Harniſch anlegt, rühme ſich nicht, als der den Harniſch ablegt.

Gleich wie drei Octobertage des Jahres 1813, an welchen die Völkerſchlacht bei Leipzig geſchlagen wurde, Napoleons lange geſchienenen Glücksſtern erbleichen machten: ſo der 14. Oetober 1806 mit ſeiner Schlacht bei Jena, welcher die bisher ſo gefürchtete preußiſche Monarchie in den Staub herniederzog. Die Preußen, und mit ihnen die Sachſen, fochten wohl eben ſo tapfer, wie einſt im ſiebenjährigen Kriege; aber es fehlten ihnen der alte Fritz und deſſen Generäle. Abermals ein Beweis, daß die rohe Kraft ohne geiſtige Leitung wenig ausrichtet.

Ach, welch' ein himmelweiter Unterſchied war zwiſchen dem in die Schlacht ziehenden und dem aus der verlornen Schlacht flüchtenden Preußenheere! Infanterie, Artillerie, Reiterei, Troßleute Alles