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mender gegen den gefangenen Prinzen ſich bezeigte und ihm daher ſofort einen Arzt ſchickte, als jener einen ſol⸗ chen verlangte.
Der Doktor kam, unterſuchte Horſa's Zuſtand, er⸗ klärte denſelben für bedenklich und als eine Folge der ſtrengen Haft, ordnete eine zweckmäßige Beköſtigung und Diät, ſo wie das Ausgehen in einen freien, ſonnigen Raum an und verſchrieb außerdem noch Arznei, welche des Prinzen Blut reinigen ſollte.
Es war in den Mittagsſtunden eines ſonnigen Märztages, als Horſa ſeinen einſamen, düſtern Kerker mit dem freien Platze auf der Mittagsſeite der Feſtung vertauſchte.
Der Kommandant hatte Sorge getragen, daß Nie⸗ mand dem Gefangenen auf ſeinem Wege begegnete, daß dieſer außer ſeinen Wächtern Niemanden zu Geſicht be⸗ kam. Daher waren alle Fenſter und Thüren derjenigen Gebäude, an denen Horſa vorüber mußte, verſchloſſen, alle Rouleaux hinter jenen herabgelaſſen. Aber dennoch ward der Gefangene von vielen neugierigen und theil⸗ nehmenden Augen beobachtet, welche aus verborgenen Winkeln hervorlugten und jede ſeiner Bewegungen be⸗ wachten. Horſa glich einem Betrunkenen, welcher, aus der Zechſtube in die friſche Luft tretend, nun erſt ſeinen Rauſch fühlt. Schwankenden, ja taumelnden Schrittes wandelte die bleiche, ſtubenſieche Jugendgeſtalt dahin. Das volle Sonnenlicht verwirrte ihn und blendete ſeine an das Dunkel gewöhnten Augen. Von dem kurzen Gange ermattet, ſuchte und fand Horſa einen Sitz auf der Laffette eines Feuergeſchoſſes, welches in der Nähe
ſtand und den Eingang des Zeughauſes bewachte. Hier Nieritz, Fürſtenſchule. I. 9


