Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Mechaniſch folgte Horſa ſeinem vorangehenden Füh⸗ rer. Bald ſah er ſich in einem prunkloſen Zimmer, deſ⸗ ſen dicke, eiſenbeſchlagene Thüre und feſt vergitterten Fen⸗ ſter ihm nur zu deutlich anzeigten, wo er ſei.

Ein Mann, dem die Kerkermeiſter⸗Phyſtognomie auf⸗ geprägt war, ſtellte einen Blechleuchter mit dem matt⸗ brennenden Inſeltlichte auf den Tiſch und wendete ſich mit den Worten an den Prinzen:Gebe der Herr her⸗ aus, was er an und bei ſich trägt. Abſonderlich was Geld und Waffen anbelangt. Aber Alles! Keine Meſ⸗ ſerklinge, ſelbſt die Stecknadel nicht verheimlicht.

Stunpffinnig gehorchte Horſa dieſem Gebote.

Der Kerkermeiſter nahm Horſa's noch immer ziem⸗ lich gefüllte Börſe und alle die Kleinigkeiten in Empfang, welche man bei ſich zu führen pflegt. Unter denſelben obenan ſteht bei unſern jetzige n jungen Männern eine Haarbürſte nebſt Spiegel, ein Haarkämmlein, eine Ci⸗ garrenbüchſe nebſt Zündzeug und ein oft ſchwindſüchtiger Geldträger oder porte-monnaie. Nachdem der Kerkermei⸗ ſter nach dem Waſſerkruge geſehen und den Prinzen auf deſſen einfaches Lager aufmerkſam gemacht hatte, nahm er das Licht vom Tiſche und ging. Der Schlüſſel drehte ſich draußen im Thürſchloſſe und der Riegel mehrere wurden vorgeſchoben.

Horſa ſank auf ſein Lager. Als die Erlebniſſe des verwichenen Tages an ſeinem geiſtigen Auge vorübergau⸗ kelten, haftete daſſelbe vor Allem an dem Bilde, wie Amaliens Bräutigam unter Horſa's Schuſſe ſchreiend zu Boden ſtürzt und Amalie ſich über den Gemordeten hinwirft.

Mord! welch' ein darnieder ſchmetterndes Wort! Es erging Horſa jetzt, wie den Brüdern Joſephs, da