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Horſa in Gefahr zu erſticken ſtand, wurde das Pechpfla⸗ ſter von ſeinem Geſichte entfernt, er ſelbſt wieder in ei⸗ nen Wagen gehoben, welcher außerhalb der im fortwäh⸗ renden Kampfe befindlichen Stadt ſeiner wartete.
Als der Wagen, unbehindert und unverfolgt, raſch davon fuhr, konnte Wolf ſich nicht entbrechen, mit höh⸗ niſchem Ausdrucke zu Horſa zu ſprechen:„Ihre Freunde, mein Prinz, werden den tollkühnen Verſuch, Sie zu be⸗ freien, mit blutigen Köpfen, ja mit Schlimmerem noch bezahlen müſſen. Nur Ihre Leiche hätten ſie übrigens aus meinen Händen empfangen. Das ſchreiben Sie ſich gnädigſt hinter's Ohr.“
Nach zweiſtündigem, raſchen Fahren begannen die Pferde bergan zu klimmen. Ach, Horſa hatte im Stil⸗ len noch gehofft, daß Strauchwitz, deſſen Stimme er deutlich unter dem Getümmel vernommen, Mittel finden werde, um den Plan ſeiner Gefangennehmung nicht zum völligen Gelingen kommen zu laſſen. Jetzt, wo er dun⸗ kel erkannte, was man mit ihm vorhabe, ſchwand auch das letzte Fünkchen dieſer Hoffnung. Nur zu gewiß war es, daß Horſa ſich vor der uneinnehmbaren Landeszeſte Dachſtein befand, aus welcher für ihn keine Erlöſung zu erwarten ſtand. Wirklich polterten die Pferdehufe gar bald über die hölzernen Bohlen der Zugbrücke zur Fe⸗ ſtung. Nachdem ſich hinter dem in Sicherheit gelangten Wagen die ſchweren Thorflügel knarrend wieder geſchloſ⸗ ſen hatten, ſtand das Fuhrwerk ſtill.
„So wäre denn der Goldvogel glücklich im Bauer!“ ſprach Wolf's Gefährte zu dieſem.„Ich gratulire Ih⸗ nen, Herr von Wolf.“


