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Blick nach ſeinem gefallenen Nebenbuhler, über welchen ſich in der nächſten Minute deſſen laut jammernde Braut, die, hinter einem Baumſtamme verborgen, der Unterre⸗ dung von Ferne beigewohnt hatte, hinwarf. Bald aber ward ihm dieſer Anblick durch die Bäume entzogen, durch welche man ihn mit großer Eile davon und in ei⸗
nen Wagen riß, der ſeiner im tiefſten Dickicht wartete.
Horſa war von dem Geſchehenen ſo betäubt, daß er Anfangs gar nicht wußte, wie ihm geſchah. Als er zur Beſinnung gelangte, fand er ſich in eine Wagenecke gedrückt und neben, wie vor ſich, zwei Männer, welche mit vorgehaltener, geſpannter Piſtole ihn niederzuſchießen drohten, ſo wie er zu entfliehen oder zu ſchreien verſuchen würde. Wegen der herabgelaſſenen und feſtverſchloſſenen Schlagleder vermochte der Gefangene nur dann erſt die Umriſſe und Geſichtszüge ſeiner Wächter zu erkennen, als ſeine Augen ſich an die im Wagen herrſchende Dun⸗ kelheit gewöhnt hatten. Und da war ihm denn das hã⸗ miſche, ſchadenfrohe Geſicht des Herrn von Wolf das al— lein bekannte. Der Wagen bewegte ſich mit der Schnel⸗ ligkeit, wie es der Waldweg geſtattete, vorwärts und ohne aufzuhalten. Es war bereits die Nacht hereinge⸗ brochen, als der Wagen über das holperige Pflaſter ei⸗ ner Stadt fuhr und einen kurzen Halt machte, um die ermatteten Pferde zu wechſeln. Noch war man damit nicht ganz zu Stande, als ſich von ferne ein immer mehr
Nieritz, Fürſtenſchule. I. 8


