Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Neun Tage war Eduard in Hippoldisweiler und hatte während dieſer Zeit unabläſſig für Horſa's Thron⸗ erhebung gewirkt, hatte Briefe geſchrieben und beantwor⸗ tet, Verſammlungen abgehalten und beſucht, Freunde geworben und Widerſacher zu gewinnen geſucht. Eine genaue Mittheilung an den Prinzen, wie weit deſſen Sache gediehen ſei, erwies ſich als nothwendig, und da Horſa jedem längeren Beiſammenſein mit Amaliens Bräutigam gefliſſentlich auswich, ſo erſah derſelbe die Gelegenheit, um den Prinzen einmal im Walde zu treffen und zu ſprechen, weil jener jetzt mehr im Forſte als im Hauſe ſich aufhielt. Die Zeit dazu aber war ſehr übel gewählt. Amalie hatte über der Mittagstafel ihre bevor⸗ ſtehende Abreiſe angezeigt und dieſe Nachricht den Prin⸗ zen mit Verdruß erfüllt.

In mißmuthige Träumereien verſunken ſaß er auf demſelben Baumſtumpfe, von wo aus Amalie vor einiger Zeit die Waldgegend aufgenommen hatte. Er machte ein gewaltig jinſteres Geſicht, als Eduard ihn hier unerwar⸗ tet begrüßte und ihn um eine Unterredung bat.

Zerſtreut und nur mit halben Ohren hörte Horſa mit an, wie weit der Plan zu ſeiner Erhebung gediehen ſei und welche Rolle er nunmehr dabei zu übernehmen habe. Als ihn hierauf Eduard um ſeine Erklärung und Zuſtimmung bat, verſetzte der Prinz mit unwilligem

Tone:Mein Herr Henneberg! ich erſuche Sie, ſich in

meine Angelegenheit nie und nimmermehr miſchen zu wollen. Ich mag nicht wieder Regent werden; am aller⸗ wenigſten aber durch Ihre Beihülfe. Denn, was ſoll ich's leugnen: Sie haben mit Amaliens Herz ein Gut