Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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lag bereits hinter ihnen und die Pferde begannen daher raſcher auszugreifen. Da bemerkte Schmiedel durch je⸗ nes Fenſterchen, daß ein Reiter aus der Stadt gejagt kam, die heimkehrende Trägerin anhielt, ausfragte und dann vorwärts ſprengte. Bald hatte er den Wagen ein⸗ geholt, in welchem Schmiedel mit heiter lachendem Ge⸗ ſichte neben ſeiner muntern, hübſchen Nachbarin ſaß und ihre Rede beantwortete.

Der Reiter überblickte prüfend des Wagens Inhalt, wendete ſein Pferd und ſprengte in einer andern Rich⸗ tung weiter.

„Angeführt!“ brummte Schmiedel ſtill vergnügt vor ſich hin. Jetzt aber ſtieß Malchen einen Schrei des Schreckens aus. Ihr Fuß hatte die Schulter des ver⸗ ſteckten Horſa berührt.

„Sie haben ſich vorhin über den armen Förſter lu⸗ ſtig gemacht—“ ſprach Schmiedel lachend—„nun wird er dafür von Ihnen Genugthuung verlangen. Kommen Sie vor, lieber Förſter—“ fuhr er zu dem Verſteckten fort—„Sie ſind entdeckt.“

Malchen machte große Augen, als Horſa jetzt zum Vorſchein kam. Sie wollte den Wagen verlaſſen, weil der Raum des einzigen Sitzes durch den dritten Beſitz⸗ nehmer deſſelben ſehr beengt wurde; allein es gelang dem Gutsbeſitzer, das Mädchen zu beruhigen und nach glücklich zurückgelegter Fahrt langten ſie in Hippoldis⸗ weiler an.