Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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„Verlieren Sie die Geiſtesgegenwart nicht—“ raunte

Schmiedel ſeinem Begleiter zu—„nur e und Muth können Sie retten.“ Vorſichtig ſpähte Schmiedels Auge beim Weiterge⸗ hen umher. Eben bogen die Flüchtlinge in eine Seiten⸗ gaſſe ein, als Schmiedel an deren anderem Ende den Spieler in Begleitung mehrerer Häſcher nahen ſah.

„Umkehren und fliehen würde uns augenblicklich ver⸗ rathen—“ murmelte Schmiedel.„Treten wir in das nächſte Haus ein. Vielleicht hat uns der Spitzbube noch nicht geſehen.“

Daos nächſte Haus enthielt, wie die aufgehängten gelben Meſſingbecken bewieſen, in ſeinem Erdgeſchoſſe eine Barbierſtube. In dieſelbe trat Schmiedel mit Horſa.

Der Herr Barbier ſaß frühſtückend am Kaffeetiſche; ſein Gehilfe dagegen ſtand im Begriff, den Scheerbeu⸗ tel unterm Arme, die Kunden zu bedienen zu gehen.

„Wir ſind Reiſende—“ hob Schmiedel haſtig an— „und wünſchten, während unſere Pferde gewechſelt wer⸗ den, barbiert zu ſein. Daher iſt Eile nöthig. Hier iſt ein halber Gulden und nun raſch an's Werk.“

Ei, wie flink rührten ſich da die Hände des Herrn, wie ſeines Gehilfen! In der nächſten Minute ſaßen Schmiedel mit Horſa, mit weißen Servietten umhüllt, das halbe Antlitz unter Seifenſchaume verborgen, auf zwei Stühlen und unter dem blanken Scheermeſſer da.

Kaum daß die erſten Striche geſchahen, ſo nahte auch ſchon der Verräther Wolf mit ſeiner Schaar mit eiligen Schritten. Durch die geöffneten Fenſter der Bar⸗ bierſtube herein warf er einen forſchenden Blick auf die beiden Eingeſeiften, die er mochte haben in's Haus gehen