——
bereits vorhin gegen mich einiger Handgriffe, die ich nur durch Ihre unmännliche Angſt bei dem Umſturze des Wa⸗ gens entſchuldigte und verzieh. Was aber Ihre ſo eben ausgeſprochenen Worte anbelangt, ſo würde ich ſolche ahn⸗ den, wenn, was ich gänzlich bezweifeln muß, Sie von Adel wären. So aber tröſte ich mich mit dem bekannten Sprüchworte: Wenn mich ein Eſel tritt, das acht' ich nicht.“
Eine heftige Handbewegung Horſa's folgte dieſer verletzenden Rede und in dem Schimmer der Wagenla⸗ terne blitzte die halbgezückte Klinge des Hirſchfängers.
Beide Hände der erſchrockenen jungen Schönen, ſo wie die derben des dicken Schmiedels verhinderten das Weitere.
„Ei, ei!“ ſagte Schmiedel vorwurfsvoll.„Der Herr Förſter ſcheint doch die Kinderſchuhe längſt ſchon ausge⸗ treten zu haben und iſt gleichwohl noch eben ſo hitzig wie der jüngſte Brauſewind! Wenn Herr von Wolf ein Sklave des Rauchens iſt, ſo ſind Sie es nicht minder des Jähzorns. Und derſelbe iſt ein noch weit ſchlim⸗ merer Patron als das Tabakrauchen. Alſo, hübſch bei ruhigem Blute geblieben! Mordelement! Sie werden doch nicht im Poſtwagen eine Rauferei beginnen und die Da⸗ men in Todesangſt jagen wollen? Dann wären Sie ja noch ungalanter als Herr von Wolf. Fräulein Malchen! tauſchen wir unſere Plätze. Sie ſetzen ſich neben den heißblütigen Herrn Förſter— das Lamm neben den Lö⸗ wen— ich mich neben den feuerſpeienden Wolf. Sie zähmen durch Ihre Sanfmuth den wilden Nachbar und ich nehme es mit dem Rauche der Cigarre auf.“


