Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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es noch dahin kommen, daß man im Theater, in der Kirche, in der Vorleſung des Profeſſors, in der Schule raucht. Ich glaube ſogar, daß, wenn man einem Manne die Wahl frei geben wollte, ſeine Gattin oder das Rau⸗ chen aufzugeben, er lieber jene, denn dieſe miſſen würde. Und die, welche des Tabaks Sklaven ſind, ſollen die ſtärkeren des Menſchengeſchlechts ſein? Da klagen die Leute immer über die Menge und Größe der Steuern. Aber über die enorme Steuer, welche ihnen das Tabakrauchen auferlegt, beſchwert ſich keiner. Welche Flächen Landes gehen durch den Tabaksbau dem Getreidebaue verloren! Wie viele Millionen Thaler mögen alljährlich nutzlos, ja ſelbſt ſchadenbringend in die Luft verplatzt werden!“

„Mademviſelle—“ ſagte Wolf hier ſchneidend— „läſtiger noch, als Ihnen mein Rauchen wird mir Ihr Gewäſch. Unmöglich kann Sie der Rauch am Athmen behindern, da Ihre Zunge noch ſo geläufig plau⸗ dern kann.“

„Herr!“ rief Horſa aufbrauſend—„werden Sie nicht unanſtändig gegen dieſe Dame! Wiſſen Sie noch nicht, daß Sie im Eilpoſtwagen nur dann rauchen dür⸗ fen, wenn die übrigen Mitreiſenden nichts dagegen ein⸗ wenden? Wir aber haben insgeſammt etwas dagegen ein⸗ zuwenden, folglich werden Sie das Rauchen einſtellen.“

„Das werde ich nicht—“ verſetzte Wolf giftig— „und am allerwenigſten auf Ihr Geheiß.“

„So werde ich Ihnen die Cigarre aus dem Munde ſchlagen—“ ſprach Horſa, in ſeinen alten Jähzorn ge⸗ rathend—„Sie ſelbſt aber aus dem Wagen werfen.“

„Mein Herr Förſter oder was Sie ſonſt ſein mö⸗ gen—“ ſagte Wolf verächtlich—„Sie erlaubten ſich