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vor dem neuen Fürſten ſehen laſſen? Ihm die Hul⸗ digungsrede der mediciniſchen Fakultät halten? Das iſt ja unmöglich! Tod und Hölle! Ich darf mich einige Wochen vor keinem Menſchen ſehen laſſen. Ich bin geſchlagen— vernichtet! Und das durch die Schuld ei⸗ nes Tölpels! Er will ein Friſeur ſein? he?“
„Nein—“ verſetzte Horſa mit einiger Schaden⸗ freude—„das bin ich nicht.“
„Nun, warum hat Er denn das nicht vorher ge⸗ ſagt?“ polterte der Profeſſor.
„Sie haben mich nicht darum befragt, ſondern mir geheißen, Ihnen das Haar zu verſchneiden—“ ſagte Horſa.
„Aber, Er trägt ja eine Perückenſchachtel und einen lichten Rock wie die Friſeurs—“ erwiederte der Profeſ⸗ ſor ärgerlich.
„Wenn der Herr Profeſſor ein Buch unter dem Arme trägt, iſt er deswegen ſchon ein Buchbinder?“ fragte Horſa.
„Anch noch malitiös iſt der Kerl obendrein!—“ ſprach der Profeſſor.„Erdroſſeln möchte ich ihn. Fort! aus meinen Augen oder es giebt noch ein Unglück.“
Horſa ging, wie ihm geheißen wurde. Das Dienſt⸗ mädchen, welches ihn hinausließ, ſprach ſeufzend:„Sie haben großes Unheil angerichtet. Meine arme Madame und ich werden Ihr Ungeſchick büßen müſſen. Die Hölle werden wir nun bekommen.“
„Hm!—“ ſprach Horſa zu ſich ſelbſt—„wenn dem wirklich ſo iſt, ſo taugt der Herr Profeſſor nicht zum Erzieher der Jugend. Er kann ja nicht einmal ſich ſelbſt beherrſchen. Mein Himmel, wegen einiger Stufen


