Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Dieſe Betrachtungen hatten zur Folge, daß Fürſt Horſa ſpäter mit der Perückenſchachtel abmarſchirte.

Ein Schuſterjunge, ein Paar neue Stiefeln in der Hand, redete den Friſeurgehilfen vertraulich an und machte denſelben vor Scham erröthen.

„Guter Freund!—“ ſprach jener—„wir ſind Ge⸗ genfüßler. Ihr putzet das Haupt und ich die Füße. Aber dennoch ſind wir beide unentbehrliche und reſpec⸗ table Leute. Ohne unſer Zuthun wird der Kahlkopf und der Unbeſtiefelte nicht ausgehen wollen. Von uns hängt es alſo ab, ob wir den Leuten Hausarreſt oder Stadturlaub zuerkennen wollen. Für wen iſt Eure Sumſel oder Perücke beſtimmt, wenn ich fragen darf? Für einen Herrn oder eine Dame?“

„Darum habt Ihr Euch nicht zu kümmern!—“ verſetzte Horſa ärgerlich.

„Oho!“ entgegnete der Schuſterjunge— ſoid Ihr ſo protzig, Herr Haarkräusler? Auf was bildet Ihr Euch ſo viel ein? Auf die Pappſchachtel etwa oder auf Euer Brenneiſen, Herr Pommadier? Wir fertigen doch etwas Solides; Ihr aber thut nichts weiter, als Haare rau⸗ fen, kimmen, wickeln, brennen und zuſammenkleiſtern. Seht mir doch den dickethuenden Puderdingrich an!“

Horſa würde vielleicht die anzügliche Rede des Schu⸗

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ſterjungen gelaſſen hingenommen haben, wenn nicht ſo

eben ein unwillkommener Zuhörer erſchienen wäre. Der⸗ ſelbe war ein Oberſt, in voller, goldgeſtickter Uniform, mit mehrern Orden geſchmückt, auf einem ſtolzen Rap⸗ pen reitend und von einem Reitknechte begleitet. Bis geſtern war er Horſa's devoter Diener geweſen und heute blickte er mit höhniſch lachender Miene auf den von ei⸗