Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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mit Kehr⸗ und Wiſchbeſen bewaffneten Dienerſchaar der Kammerherr von Siegmaringen.

„Was wollen Sie noch hier?“ redete er barſch den Fürſten an.„Machen Sie, daß Sie fort kommen! Ich muß dieſe Zimmer zur Aufnahme des durchlauchtigſten Fürſten und Herrn Ottokar vorrichten laſſen. Da giebt es hier viel zu ſtäuben und auszumärzen. Oder—“ fuhr er hämiſch fort—„wollen Sie uns etwa dabei hülfreiche Hand leiſten? Dieß wäre allerdings nicht mehr als billig, da hier Staub und Schmutz lediglich von Ihnen herrührt.“

Der junge Fürſt glaubte zu träumen. Befremdet blickte er vom Buche auf und bald den Sprecher, bald deſſen Begleitung an.

„Nun, was glotzen Sie mich ſo groß an wie die Kuh das neue Thor?“ ſagte der Kammerherr grob. „Merken Sie denn nicht, wie viel es hier für Sie ge⸗ ſchlagen hat? Meinten Sie etwa, daß das faule Schla⸗ raffenleben bei Ihnen bis in alle Ewigkeit fortgehen ſollte? An die Arbeit, ihr Leute!“ fuhr er zu dieſen fort.„Rücket die Möbel von den Wänden, kehret die Tapeten ab, klopfet die Kiſſen aus und räumt auf, was hier der junge Herr umhergeſtreuet hat.“

Der Fürſt war aufgeſprungen.

„Nehmet dieſen Wahnwitzigen—“ ſprach er mit Hoheit zu der Dienerſchaar—„und ſchaffet ihn in's Irrenhaus. Dann laſſet mich allein.“

„So möchte ich zu ihm ſprechen—“ lachte der Kammerherr—„und das Irrenhaus der rechte Ort für den jungen Mann ſein. Ew. Durchlaucht! wollen Sie nicht Ihre allerliebſte Mode brauchen und wie ein