Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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wenn ich an käufliche Buhlerinnen des Landes ſauren Schweiß öffentlich vergeude? O pfui!

Der Fürſt verließ in höchſter Aufregung das Zim⸗ mer. Gleich darauf hörte man ſeine zornige Stimme laut im Vorſaale erſchallen. Was ſich in der Nähe be⸗ fand, eilte herbei. Zuerſt der Adjutant, dann der dienſß thuende Kammerherr und Kammerjunker, der Ceremonien⸗ meiſter, der Oberſthofmeiſter und zuletzt der Oberhofmar⸗ ſchall Alle höchſt erſchrocken, ja verſtört. Sie fan⸗ den den Fürſten, hochroth im Geſicht, vor einem Hofdie⸗ ner ſtehen, welcher mit Leichenfarbe bedeckt war und an allen Gliedern zitterte.

Was giebt's, Durchlaucht? erſcholl es von allen Seiten.

Der Elende wollte mich beſtehlen! antwortete Horſa voll Wuth.Alle ſeine weiten, zum Raube ein⸗ gerichteten Taſchen ſtecken voll Champagnerflaſchen, voll Apfelſinen und Confekt. Ich will, daß meine Leute ſo viel Beſoldung erhalten, daß ſie mit ihrer Familie leben können. Aber vor ſichtlichen Augen beſtehlen laſſe ich mich nicht. Der Fürſt ſtampfte hier mit dem Fuße, daß der Boden erdröhnte.

Fort, Elender! fuhr der Oberhofmarſchall den Diener an.. 5

Hinaus! rief der Oberſthofmeiſter der übrigen Dienerſchaft zu.

Aber, mein Gott! redete der Ceremonienmeiſter den Fürſten franzöſiſch anwie können Sich Ew. Turchlaucht über eine ſolche Nichtswürdigkeit ſo ereifern? Gar nicht ſehen müſſen Sie ſo etwis.

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