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erſteren koſteten viel Geld, die beiden letzteren, außer vielen Thieren, auch mehrern Menſchen das Leben. Demohnerachtet kam der beabſichtigte Handelsvertrag nicht zu Stande, weil Horſa ſich nicht entſchließen konnte, ſeine Hand der großherzoglichen Tochter als Kaufpreis anzubieten.
„Benno!“ ſprach Horſa eines Tages zu ſeinem Freunde—„ich bin überſättigt. Nichts macht mir mehr Freude. Ich möchte den Geringſten meiner Unterthanen beneiden. Geſtern ritt ich bei einer Landſchänke vorüber. Da ſaßen unter grünen und blühenden Linden viele ge⸗ meine Leute, tranken ſchäumendes Bier, aßen kräftiges Schwarzbrot mit goldgelber Butter und gekümmeltem Käſe. Ja, Benno, ich mußte an mich halten, daß ich nicht abſtieg, mich unter die Leute ſetzte, mit ihnen aß und trank. Seitdem kann ich das liebliche Bild nicht wieder aus meinen Gedanken bringen. Was meinen
Sie: würde ich erkannt werden, wenn ich in einfachem
Anzuge mich unter die Leute miſchte und Theil an ihren Freuden nähme? Sogar einmal herumſchwenken im luſtigen möchte ich mich mit einer jungen, rüſtigen Bauerndirne.“
„Das ſind krankhafte Gelüſte, mein Fürſt!“ ent⸗ gegnete Strauchwitz.„Ich fürchte, daß man Sie trotz der Verkleidung erkennte und was würde dann die öffent⸗ liche Meinung ſagen! Ein Regent iſt eine richtige res publica und muß darum allen Skandal vermeiden.“
„Skandal iſt's alſo, wenn ich als Menſch mich un⸗
ter Menſchen ſetze und mit ihnen Gottes Gaben ver⸗
zehre? Skandal, wenn ich eine ehrliche, keuſche Bauern⸗ dirne zum Tanze aufziehe? Kein Skandal iſt's dagegen,


