Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Der Ceremonienmeiſter hat Recht, Ew. Durch⸗ laucht ſprach der OberſthofmeiſterEin Fürſt muß oftmals nicht nur ein Auge zudrücken, ſondern beide.

Auch hören darf er zuweilen nicht fuhr der Oberhofmarſchall fortAußerdem er der Gegenſtand der Stadtklätſcherei wird.

Erſparen Sie ſich Ihre guten Lehren, meine Her⸗

ren! rief der Fürſt voll Hitze.Mich bekehren Sie

damit nimmermehr. Ich ſage Ihnen vielmehr, daß, wenn Sie blind ſind für die Veruntreuungen meiner Dienerſchaft, ich dafür deſto weiter meine Augen offen halten werde. Mein Hof ſoll nicht länger eine hohe Schule für Gauner und Diebe ſein, welche ſich von dem Schweiße fleißiger Unterthanen nähren.

Horſa drehte ſich um und ging in ſein Zimmer, deſſen Thür er lautſchallend hinter ſich in's Schloß warf.

Stumm blickten die Zurückgebliebenen einandet an. Als aber der Adjutant von Strauchwitz ſeinem Fürſten nachgefolgt war, brachen Alle in ein heimliches, höhniſches Gelächter aus.

Das Fürſtenknäblein ſchnolt und trotzt hob der Kammerhert von Siegmaringen an.

Wir wollen ihm ſeine Unarten abgewöhnen prach der Ceremonienmeiſter.

Er ſtampfte mit dem Fuße wie ein wildes Foh⸗

len meinte der Oberſthofmeiſter.

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Legen wir ihm daher Zaum uz Gebiß an rieth der Bberhofmnall