gehabt hatte. Er fühlte in ſich ein Feuer brennen, welches ſeinen thränenfeuchten Augen Blitze, ſeiner Sprache Donnerkraft, ſeiner ganzen Geſtalt einen Nim⸗ bus verlieh, wie man ihn noch nie an ihm wahrgenom⸗ men hatte. Horſa ſah, wie ſeiner Sprache Allgewalt aus tauſend und aber tauſend Augen Thränen der Rüh⸗ rung entlockte. Er ſelbſt weinte und ſchloß mit vor Schluchzen bebender Stimme.
Wer aber beſchreibt den Jubelruf des Volkes, von welchem jetzt die Lüfte erbebten? der nie enden wollte und immer in neuen Wellen wieder auftauchte. Und von den Lippen ſtrömte die Bewegung der Freude und Rührung auf die Hände über, welche die Hüte und Tücher ſchwenkten oder ſie in die Höhe warfen. Sprach⸗ los umarmte der Fürſt die ihm zunächſt Stehenden. Unter erneutem Jubelgeſchreie, unter Kanonendonner und Glockenläuten kehrte er in ſein Schloß und in ſeine Zimmer zurück.
„Mein Volk iſt gut!—“ ſtammelte er hier unter Freudenzähren—„Es liebt mich! O wie ſehr!— Sein Glück ſoll auch das Meinige ſein!“
Nachdem in der Reſidenz dem neuen jungen Für⸗ ſten gehuldigt worden war, trat derſelbe eine Rundreiſe durch ſein Land an. Ueberall, wohin er kam, fand er jubelnde Menſchen, welche ihn mit hoher Begeiſterung empfingen, ihm unverbrüchliche Treue zuſchworen und in
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