Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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ſätzen geſorgt werden. Für heute ſind Sie entlaſſen, in⸗ dem ich allein zu ſein wünſche. Nur Du, mein treuer Freund und Unglücksgefährte Horſa umarmte zärtlich den aus dem Feſtungsarreſte befreiten Strauchwitzund Du, mein getreuer Seifried begleitet mich bis in meine Zimmer.

So geſchah es denn.

Meine Anna hob Horſa an, indem er ihr den Herrn von Strauchwitz vorſtellteſelbſt als vertriebe⸗ ner Fürſt war ich nicht ganz arm, denn mir blieben der treuen Freunde mehrere. Dieſer hier aber war der treueſten Einer, der meinetwegen 5 Jahre auf der Feſtung als Gefangener ſchmachtete. Wie mir, wird er auch Dir und unſern Kindern ein treuer Freund bleiben. Morgen magſt Du mir Dein ſchlimmes Schickſal erzählen, liebſter Freund, und mich entſchuldigen, wenn ich Dich zu gehen bitte. Du ſiehſt, wie ſehr wir, und namentlich mein gu⸗ tes Weib, angegriffen ſind.

Als Strauchwitz fort war, ſprach Horſa zu Seifried, welcher demuthsvoll an der Thüre ſtehen geblieben war: An meine Bruſt, mein treuer Freund Seifried, nicht mehr mein Diener! Ich ſetze Dich über mein Schloß und über die Wenigen, welche uns fortan zu bedienen haben. In den nächſten Tagen will ich alle die um mich ver⸗ ſammeln, welche mir im Unglücke treu geblieben ſind und mir Gutes erwieſen haben. Sie ſollen mich nicht un⸗ dankbe elten und auch in Zukunft meine Freunde

n geh' und laß' uns allein. Später wirſt ige Erfriſchungen Sorge tragen. ein Tag, mein Horſa! ſprach Anna, als ed gegangen war, und umfing ihren Gatten.Welch' Empfang! Unvergeßlich ſoll er mir ſein!

Er ſei dies verſetzte Horſa, indem er ſeine Anna voll Zärtlichkeit küßteauch wenn das heutige Hoſianna ſich einmal wieder inKreuzige ihn! verwan⸗ deln ſollte.