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ſchmetternde Muſik der reihenweis aufgeſtellten Krieger, der betäubende Jubelruf ſie empfing und begleitete, als ihr ſchüchterner Blick die Fenſter der Häuſer, ja ſelbſt deren Dächer mit zahlloſen Menſchen beſetzt ſahe, welche ihr Lebehoch mit dem Schwenken von Tüchern begleiteten. Kopf, Nacken und Rücken ſchmerzten ihr von dem unauf⸗
hörlichen Neigen gegen die grüßende Volksmenge; ihre Augen waren geröthet von den zahllos vergoſſenen Thrä⸗ nen der Rührung und das Herz drohte ihr zu zerſprin⸗ gen unter der Gewalt des nie erlebten Eindrucks.
Horſa zitterte für ſeine Frau, als er immer und immer wieder die lauten Ausrufe vernahm:„Seht wie ſchön ſie iſt! Wie freundlich— wie demüthig— wie höflich ſie iſt! Wie ſie vor Rührung weint! Welch ein . Engelsgeſicht ſie hat! Welch ein ſchwarzes Haar! Welche ſchönen Augen!“
Anna aber überhörte dieſe ihr geltenden Urtheile der
Menge und ihr Ohr blieb dem Rufe der Schmeichelei verſchloſſen.
Endlich hielt der Wagen vor dem fürſtlichen Schloſſe.
Hier wartete der geſammte Troß der Hofdienerſchaft, vom
Oberhofmarſchalle an bis zum unterſten Küchenjungen
herab, des Fürſtenpaars. Wie viele geſchäftige Hände
waren bereit, Horſa und die Seinen aus dem Wagen zu
heben! Die, welche Horſa's einſtige Vertreibung mit un⸗
verſchämter Grobheit begleitet hatten, der Kammerherr
von Siegmaringen unter ihnen, ſuchten dieſelbe durch
deſto tiefere Kriecherei vergeſſen zu machen.
4 In dem großen Saale des Schloſſes ſprach Horſa
zu den hierüber Betroffenen alſo:„Ich betrachte mich
von heute an als den erſten Bürger des Vaterlandes.
Als ſolcher bedarf ich ſo vieler, dienender Hände, der
ſteten Gegenwart ſo vornehmer Herren nicht. Ich ge⸗
denke daher nur ſo viele von Ihnen in Zukunft beizube⸗
halten, als die Beaufſichtigung und Inſtandhaltung des
Schloſſes erheiſchen. Das Nähere ſoll Ihnen baldigſt
eröffnet, für Ihre Zukunft jedoch nach billigen Grund⸗


