Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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von Ihnen erworben worden ſind. Allein Almoſen zu nehmen, wo man noch rüſtig arbeiten kann, bleibt immer eine tiefe Demüthigung. Die Gefahr, welche Ihr Herr Schwiegervater für ſeine Tochter und Enkel in Ihrer Thronbeſteigung erblickt, iſt eine bloß eingebildete; aber die Noth, welche meine Kinder ſeit 6 Jahren um Ihrer⸗ willen ertragen müſſen, iſt eine wirkliche. Sehen Sie da meinen Eduard, der ſtets bereit war und iſt, auch ſein Leben für Sie aufzuopfern, verdient er Ihr Mitlei⸗ den nicht?.

Mein edler Fürſt nahm Eduard das Wort verzeihen Sie meinem guten Vater ſeine etwas ſcharfen Worte, namentlich in Bezug auf mich, der ich frei, ein glücklicher Gatte und Vater bin und zwei geſunde, ar⸗ beitfähige Aerme beſitze. Aber gedenken Sie nicht der Getreuen, die um Ihrerwillen ſeit Jahren im Kerker ſchmachten? Deren Auge an jeden Morgen hoffend der Sonne der Freiheit entgegenſteht, um des Abends ver⸗ zweiflungsvoll ſich wieder zu ſchließen? Haben Sie Ih⸗ res Freundes Strauchwitz, Ihres treueſten der Diener, Seifrieds, vergeſſen? Sie vermögen durch ein Wort die Schlöſſer und Riegel an ihrem Kerker zu ſprengen und wollen dies aus ungegründeter Beſorgniß nicht thun? Wehe, ach wehe den Aermſten, die um Ihrer Rettung willen nicht an ihre eigene Zukunft dachten!

Eduard! hören Sie auf! Sie zerfleiſchen mir das Herz! rief Horſa und rang die Hände. Vater Schmidt, welcher ſtumm zu Boden geſehen hatte, blickte jetzt auf

und nach der Scheunenthüre hin, als ob er von dorther

einen Beiſtand erwarte. w trat durch jene herein