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Mit Vergunſt, Ehrwürden—“ ſprach Scholle, ſich dem erſtaunten Horſa vorſtellend— zich erlaube nur zu bemerken, daß ohne ein getreues Hofanhängſel unſer ed⸗ ler Fürſt Horſa verloren geweſen wäre. Ew. Durch⸗ laucht—“ fuhr er zu Horſa fort—„werden augenblick⸗ lich errathen, daß ich damit Niemanden anders, als den guten Seifried meine, der für ſeine Treue noch jetzt auf der Feſtung ſitzt. Sodann wage ich auch noch ein Für⸗ wort für die Schauſpielkunſt und deren zahlreiches An⸗ hängſel einzulegen. Dieſelbe wolle Ew. Durchlaucht doch ja nicht unterdrücken, um einige tauſend Thaler zu er⸗ ſparen. Wie viel trägt die Schauſpielkunſt zur Bildung, Veredelung und zur Erholung des Volkes bei! Wahr iſt es zwar, daß viele Kehlen der Opernſänger und Schau⸗ ſpieler ganz übertriebene Anſprüche machen; allein des⸗ halb darf man nicht gleich das Kind mit dem Bade aus⸗ ſchütten. Endlich wollen Ew. Durchlaucht auf mich einen gnädigen Blick fallen laſſen, der ich mir vorkomme, wie ein Geiſt, der von einem lange beſeſſenen Menſchen hat ausfahren müſſen, Ruhe ſucht und dieſe nirgends findet. Ja, mein Fürſt, mit dem Amte eines Hoftheaterfriſeurs iſt mir zugleich meine Ruhe, mein Glück, mein Alles ge⸗ nommen worden. Erbarmen Sie ſich daher meiner, er⸗ greifen Sie wieder die Zügel der Regierung und ſtellen Sie mich auf meinen alten Poſten zurück.“
„Auch ich erhebe meine ſchwache Stimme—“ hob, hervortretend der dicke Gutsbeſitzer Schmiedel an und dieſe angeblich ſchwache Stimme rollte wie ein Donner durch die Scheune—„und zwar im Namen des ehrba⸗ ren Bauernſtandes, der ſchier unter dem jetzt auf ihm haftenden Drucke erliegen muß. Als ich einſt ſo glücklich


