Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Lob, vorüber, wo Fürſten die Heiligkeit und Unverletz⸗ lichkeit der Ehe durch das Antrauen an die linke Hand und durch allerlei Spitzfindigkeiten, wie ſolche von feilen Höflingen erſonnen worden, umgehen zu können glaubten. Mein Fürſt, hier die Gelegenheit, wo Sie Ihr Wort, das mir ein Anrecht auf Ihre Dankbarkeit einräumte, einlöſen können.

WMit Herzlichkeit drückte Horſa dem wackern Pfarrer die Hand.Sie haben durch die Einſegnung meines Ehebundes mein Glück gründen helfen ſprach er. Wie gern erfüllte ich daher Ihre Bitte! Doch bedenken Sie, welch' einer großen Gefahr ich die Meinigen aus⸗ ſetze, wenn ich in den Fürſtenſtand zurückkehre. Meine Anna iſt das beſte, liebendſte, offenſte und treueſte We⸗ ſen und darum mein ganzes Glück. Wird ſie aber alſo bleiben, wenn das verderbliche Gift höfiſcher Schmeichelei, des eitlen Glanzes, böſer Zungen und feiner Verführungs⸗ künſte auf ihre bisher reine Seele einwirkt? Meine ge⸗ liebten Kinder, werden ſie nicht zu eigenwilligen, dünkel⸗ vollen und genußſüchtigen Menſchen verzogen werden? Ach, mein Freund! Sie kennen noch nicht den hölliſchen Pfuhl, welcher jedem Fürſtenhofe zugeſellt iſt.

Zerſtören Sie denſelben, mein Fürſt! rieth der PfarrherrEntfernen Sie von ſich das Heer der Schmeichler und überflüſſigen Diener. Was hindert Sie, ſelbſt als Fürſt ein einfaches, häusliches Leben zu füh⸗ ren? Sind Hofmarſchälle und Kammerherren, Kam⸗ merjunker und Kammerdiener und wie die Unzahl der fürſtlichen Anhängſel alle heißen, t zum Wohle eines ondesi 2 Ich glaube nicht.