Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Leiſe trat hinter einem dichten Hagebuttenſtrauche ein junges, bildſchönes Weib hervor, an ihrer Rechten einen zweijährigen Knaben führend und auf dem linken Arme ein Töchterchen von 8 Monaten tragend. Obſchon ſie dem Kleinen zu ſchweigen winkte, rief dieſer dennoch jauchzend aus:Vater! Vater! da bin ich!

Da hob Horſa, der einſtige Fürſt, mit beiden Aer⸗ men ſeinen Erſtgebornen zu ſich empor, küßte ihn zärtlich und dann ſeine Frau und ſein Töchterlein.

Meine Anna ſprach er zu jenerich bringe einen geſegneten Appetit vom Felde mit und freue mich mehr wie ein König auf das Abendbrot.

Wie alle Tage! verſetzte Anna lächelnd.Dieſen Vortheil hat man von der Arbeit.

Und welch' ein geſunder Schlaf dem vollbrachten Tagewerke folgt! fuhr Horſa fort.Welcher Fürſt dürfte ſich hierin mit mir meſſen!

Weißt Du aber auch, Heinrich! daß Du jetzt zu⸗ weilen laut ſchnarchſt?

Warum leideſt Du dies? Wecke, zupfe mich im Nothfalle bei der Naſe, liebes Weibchen.

Bewahre! Wie ſollte ich Deine Ruhe, die ver⸗ diente, ſtören können! Aber, mein Heinrich, es ſcheint, als bekämſt Du heute Abendgäſte.

Wie ſo?

Zu wiederholten Malen kamen Männer in unſern Hof und fragten nach Dir. In der Schenke wollten ſie auf Deine Ankunft warten, die wir ihnen anzeigen laſſen ſollen. Sie ſagten nicht, weshalb ſie kämen und das ängſtet mich.