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teten Hallen ein und näherten ſich dem Altare. Hinter demſelben vor trat der Ortspfarrer im vollen geiſtlichen Gewande und während er die Stufen zum Altare hinauf⸗ ſtieg, begannen die feierlichen Töne der Orgel die Kirche zu durchwallen. Sie ſpielte einen Vers des ſchönen Chorals:„Wer nur den lieben Gott läßt walten.“ Als die Klänge verhallten, winkte der Pfarrherr ein junges, blühendes Paar zu ſich heran, welches knieend vor ihm auf einer Fußbank Platz nahm. Es war Horſa und Anna, die in ihrem Kaſtanienhaare die bräutliche Myrthe trug. Die gerührten Zeugen ihrer ehelichen Verbindung waren Vater, Mutter und Sohnt Schmidt. Des Erſteren unbeugſamer Wille war durch Horſa's letzte, kühne That, durch welche er ſich die Braut erkämpft hatte, gebrochen worden. Der Pfarrherr aber war derſelbe, deſſen Be⸗ kanntſchaft Horſa im Poſtwagen gemacht hatte und der, ſein früher gegebenes Wort erfüllend, Horſa's Bitte, ihn mit Anna zu trauen, nicht wieder zurückgewie⸗ ſen hatte.
Wenn ſchon jede Verbindung für ein ganzes Leben von hoher, ernſter Bedeutung iſt, ſo war ſie dies hier, wo die Vorſehung zwei ſo ganz verſchiedene Stände zu⸗ ſammengeführt hatte, um ſo mehr. Von ihr begeiſtert und gehoben, ſprach des beredten Kanzelredners Mund tief eindringliche Worte, durch welche der Anweſenden Her⸗ zen andächtig bewegt wurden. Indem der Pfarrherr dem Brautpaare den Segen ertheilte, umgab ein hereinbrechen⸗ der Sonnenſtrahl die beiden Häupter der Liebenden mit einem Strahlenglanze überirdiſchen Lichtes, welches das fromme Aelternpaar, gleichwie einſt Nvah den Regenbo⸗


