Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Dem Ende der Bewußtloſigkeit pflegt ein eben ſol⸗ cher Zuſtand voranzugehen, wie dem Anfange jener. So erging es auch Horſa. Er hörte um ſich her ein mehr⸗ ſtimmiges, doch ihm verworrenes Sprechen. Als er ſeine Augen aufſchlug, ſah er ſich im Bette liegen und dieſes von einer Menge Perſonen umſtanden, welche insgeſammt ihre Blicke auf ihn geheftet hielten. In dem Beſtreben Horſa's, ihm bekannte Geſichtszüge zu erforſchen, beugte ſich eine weibliche Geſtalt zu ihm nieder und Horſa blickte in das treue, blitzende und Thränen glänzende Auge Anna's ſeiner Anna! Und jetzt bemerkte er auch, wie ſeine Rechte in derjenigen Anna's ruhte und fühlte deren raſchen Pulsſchlag. Da verklärte ſich Horſa's Antlitz zu einem ſeligen Lächeln und ein matter Druck ſeiner Hand ſagte ſeiner Anna, was der Mund noch nicht vermochte.

Wieder ſchloſſen ſich Horſa's Augen, doch unter dem ſeligſten Frohgefühle. Eine Stimme aber, die des Arz⸗ tes, ſprach jetzt:Laſſen wir den Kranken mit ſeiner zärtlich beſorgten Wärterin allein. Seine Wunden ſind durchaus nicht gefährlich. Nur der ſtarke Blutverluſt hat ihn ſo geſchwächt. Das erſetzt ſich jedoch bald wieder.

Die Bande, welche den Ueberfall auf die Schmidtſche Niederlaſſung, ſo wie den Brand ausgeführt hatte, be⸗ ſtand aus Paſchern, deren Anführer jener Caspar Rippien war, welcher in Schmidts Hauſe die liebevollſte Pflege gefunden gehabt hatte. Außer der Plünderung hatten die Böſewichter auch noch Anna's gewaltſame Entführung ſich zum Ziele geſetzt und deshalb durch die Feuersbrunſt die männlichen Bewohner insgeſammt nach der Brand⸗ ſtätte hinzulocken geſtrebt, was ihnen nur zu gut gelun⸗