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„Heinrich!“ hob er ernſt an—„welch' eine Bewandt⸗ niß hat es mit Deinen Papieren, daß ſie nicht ausge⸗ händigt werden. Ich denke doch, daß Du mich und Deine Braut nicht mit Unwahrheit berichtet haben wirſt? Haftet etwa ein Makel an Deiner Geburt? Biſt Du vielleicht— nimm mir die Frage nicht übel— geboren worden, bevor Deine Aeltern mit einander getraut wor⸗ den ſind? Dies ſollte mir zwar, um des Geredes der Leute willen, leid thun, aber dennoch mich nicht hindern, mein Dir gegebenes Wort zu halten. Alſo, heraus mit der Sprache!“
Horſa rieb ſich in ſeiner Angſt, wie man ſagt, bald das Baſt von den Händen.
„Mein lieber, mein guter Vater—“ ſtammelte er —„ich bin ein ehrlicher Mann— meine es bei Gott ehrlich mit meiner theuern Anna wie mit Euch Allen. Aber, unglückliche Verhältniſſe— an denen ich keine Schuld trage— haben mich gezwungen— Euch nicht die volle Wahrheit zu geſtehen. Dies ſage ich mit— blutendem Herzen.—“
„Was werde ich hören müſſen!“ klagte Vater Schmidt voll Entſetzen.„Haſt Du Dich vielleicht ſchon früher mit einer Anderen verſprochen? Haſt Du einen jugendli⸗ chen Fehltritt begangen, der Dir Deinen guten Ramen
ſchändet? Iſt Dein Vater— ich erzittere— anſtatt ein
Förſter, wohl gar ein— Shörfe Zwar könnteſt Du dafür nichts.—
„Nein! nein! mein Vater! Nichts von dem Allem!“ rief Horſa voll Schmerz aus.„Meine Aeltern und ihr Stand waren ohne Makel, ſo wie mein Name. Eure Anna iſt meine erſte und einzige Lie— Braut!“ ſetzte


