Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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war nur für den einſtigen Fürſten nicht zu erreichen. Endlich entſchloß ſich Horſa, an den Pfarrer Schwarz zu ſchreiben und dieſen um die Ausſtellung eines, allerdings verfälſchten Taufzeugniſſes zu erſuchen. Derſelbe war ja mit Horſa's Schickſale und Herkunft betraut, auch der Vermittler ſeiner Befreiung aus dem Irrenhauſe geworden. Wie aber den Todtenſchein der angeblichen Aeltern Horſa's zu erlangen? Ach, jetzt erſt rächte ſich die begangene Lüge, wenn ſchon ſie durch die Noth geboten worden war. „Vielleicht—“ dachte er—„weiß auch hierin der liebe Pfarrer einen Ausweg und darum will ich flugs an den⸗ ſelben meine Bitte richten.“

Der Brief ſammt der Bitte ging ab und vud die Antwort darauf ein. Allein dieſe war rund abſchläglich. Die begehrte Fälſchung, hieß es, laufe gegen den Amts⸗ eid und könne daher von dem Pfarrer, bei aller Liebe und Anhänglichkeit an Horſa nicht vollzogen werden. In allen anderen Fällen ſtehe er dagegen gern zu Dienſten. Horſa ſchrieb einen andern Brief an den Friſeur Scholle, ihm ſeine Noth klagend und Rath, oder noch beſſer, That von ihm verlangend. Hier aber blieb die Antwort außen und immer dringlicher beſtand Vater Schmidt auf die Beſchaffung der beiden Papiere.

Horſa fand jetzt, daß das Geſetz, welches ſolche ʒörn⸗ lichkeiten bei einer ehelichen Verbindung verordnete, ein ſehr einfältiges und unbequemes ſei. Ja, wenn er nur noch gebietender Herr geweſen wäre!

Als immer noch keine Zeugniſſe anlangen

und Horſa endlich nicht mehr mußte, welche Ausreden deshalb zu machen, ſo nahm ihn Vater Schmidt unter vier Augen vor. mjun ſ ſini

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