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zu und beide Aerme um ihren Hals ſchlingend, ſprach er mit überquellendem Herzen und thränenerſtickter Stimme: „Mutter, meine liebe Mutter! 6 ich Euer Sohn werden?“
Ein Thränenſtrom und ein Fethicher Händedruck waren der Mutter ſtumme, doch bejahende Antwort. In dem Augenblicke, wo Horſa ein erſterbendes Ja von den Lippen der Frau Schmidt hinwegküßte, trat Vater Schmidt zu der Gruppe. Bevor er den Mund zur Frage öffnen konnte, ſahe er ſich von Horſa umhalſet und mit den Worten angeredet:„Mein Vater! eine arme Waiſe bittet Euch um Euer ſchönſtes Kleinod, um die Hand Eurer Anna! Werdet Ihr mir ſie geben wollen?“
„Darum alſo war meine Anna bisher ſo traurig? Darum begleitete ſie mich ſo oft in den Wald, ſuchte ſie ſo gern den Gränzpfahl auf?“ ſprach Vater Schmidt, indem er drohend den Finger gegen die mit Purpur übergoſſene Tochter erhob.„Da geblieben!“ fuhr er fort, als Anna aus der Stube entweichen wollte.„Aber, mein armer Heinrich, warum biſt Du ſo ſpät mit Deiner Bitte gekommen? Herr Scheibner hat Dir bereits den Rang abgelaufen und bei mir um Anna's Hand ange⸗ halten.“
Als hierauf Vater Schmidt ſowohl Horſa als auch ſeine Tochter erbleichen ſahe, überwältigte die väterliche Zärtlichkeit ſeine Verſtellungskunſt.
„Da habt Ihr Euch!“ ſprach er mit verindetter, bebender Stimme, indem er die Liebenden „Gott ſegne Euern Bund.“
Dann gingen die beiden Glictichen hinab in n Garten am Hauſe. Dort ſprachen, lachten und weinten


