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nach neuen, harten Stürmen den Fürſtenſohn ein ſicheres Aſyl hatte auffinden laſſen.
Noch lag Horſa, in tiefes Sinnen verloren, im Fen⸗ ſter, als plötzlich eine gedämpfte, doch melodiſche Stimme ſprach:„Seid Ihr denn nicht ſchläfrig, Heinrich! nach dem Marſche?“
Horſa zuckte freudig zuſammen, denn er hatte Anna ſprechen hören. Wie die Blume der Sonne, wendete ſich ſein Antlitz raſch der Seite zu, woher die Stimme ge⸗ kommen war. Im dritten Fenſter, acht Ellen von Horſa entfernt, lauſchte des Mädchens Haupt am geöffneten Fenſter.
„Die Freude läßt mich nicht ſchlafen—“ verſetzte Horſa mit überſtrömendem Gefühle—„die Freude, daß ich wieder hier bin, daß ich hier noch Freunde beſitze, daß man meiner nicht vergeſſen hatte. O daß ich immer hier bleiben dürfte!“
„Warum nicht?“ fragte Anna unſchuldig.„Wer würde Euch vertreiben wollen und dürfen?“
„Das Schickſal, das grauſame—“ verſetzte Horſa —„das ſo ſehr trennt, was ſich liebt, das den Einen da, den Andern dorthin ſchleudert. Ach, theure Anna! ich zittere, wenn ich daran denke, daß gerade Dich ein ſolches Lvos am erſten treffen kann und muß.“
„Mich?“ fragte Anna verwundert und ängſtlich. „Warum gerade mich?“
„Weil— weil—“ ſtammelte Horſa—„ Gott! weil Du bald eine Braut werden wirſt. Nur zu deutlich habe ich bemerkt, in welcher Abſicht der Herr Scheibner hier iſt.“ W 4


