Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Es koſtete Horſa nicht geringe Ueberwindung, als er ſpäter, umgeben von dem Kreiſe theilnehmender, an ſeinen Lippen hangender Zuhörer, eine erdichtete Erzäh⸗ lung ſeines bisherigen Schickſals zum Beſten geben mußte. Nach dieſer Mähr hatte er ſeine Aeltern krank gefunden, ihrer gepflegt und zuletzt beide begraben. Darauf hatte die Regierung, wegen angeblich im Rück⸗ ſtande gebliebener Holzgelder, Anſprüche auf die Verlaſ⸗ ſenſchaft des verſtorbenen Förſters erhoben und ſolche einen langwierigen Rechtsſtreit zur Folge gehabt, aus welchem zwar des Angefochtenen Rechtlichkeit und Schuld⸗ loſigkeit ſiegreich hervorgegangen, jedoch zugleich ein gro⸗ ßer Theil des Erbes durch die Prozeßkoſten verzehrt worden wäre. Auf den Krankenpfleger übergegangener Krankheitsſtoff, Gram über den Verluſt der Aeltern, Aerger über die Anfechtung des väterlichen guten Rufs hatten endlich auch Horſa auf ein langwieriges Kranken⸗ lager geworfen und den letzten Ueberreſt des väterlichen Erbes verſchlungen. Die Beſchreibung des Krankſeins gelang Horſa am natürlichſten, weil dieſes in der That begründet geweſen war.

Während Horſa erzählte, ſaß Anna in einem Winkel der Stube auf einem niederen Schemel. Sie, die ſonſt eben keine Katzenliebhaberin war, hatte dießmal gegen ihre Gewohnheit die Hauskatze auf ihrem Schvoße und ſtreichelte ſie mit geſchäftiger Hand. Zuweilen preßte ſie das Thier gegen ihren wallenden Buſen und drückte ihr Antlitz in das behaarte Katzenfell, welches dann Went einige volle Zähren in Empfang nahm.

Nachdem Horſa ſeinen Bericht geendet S unen ihn Vater Schmidt mit den Worten: