weiß, daß ich nicht wahnwitzig bin. Wir ſind zuſammen gereiſt— ein Spieler von Wolf— eine junge Dame— ein dicker Gutsbeſitzer— ich als Förſter und noch zwei andere Reiſende befanden uns in dem Wagen. Dieſer fiel um— wir mußten—“
„Wenn Sie noch ein einziges Wort ſprechen—“ drohte der Doktor—„ſo laſſe ich Sie einſperren, wohl gar unter die kalte Douche bringen.“
„Aber, Herr Direktor—“ hob der Pfarrer Schwarz an—„der arme, junge Mann redet wirklich die Wahr⸗ heit. Ich entſinne mich ſehr wohl jenes angeblichen För⸗ ſters, der das nicht war, wofür er ſich ausgab. Fürſt Horſa ſoll ſich unter einer ſolchen Verkleidung aus ſeiner Reſidenz geflüchtet haben und daher könnten wir wenig⸗ ſtens den jungen Mann ſich ausſprechen laſſen.“
„Nein!“ ſagte der Doktor beſtimmt.„Höhere Rück⸗ ſichten verbieten dies. Wenn mein Kranker ſich vordem für einen Förſter ausgegeben hat, der er nie war, ſo iſt er ein Schwindler. Möglich auch, daß der Umſturz des Poſtwagens auch einen Umſturz ſeines Gehirns veran⸗ laßt hat. Ich bereue, Sie mit dieſem Kranken in Be⸗ rührung gebracht zu haben, denn ſein Irrſinn ſcheint t½ durch neue Nahrung bekommen zu haben.“
Nachdem die beiden Männer den Garten veriſen hatten, blieb Horſa unter den ſtreitendſten Gefühlen darin
Zzurück. Hoffnung und Verzweiflung kämpften in Horſa's Innerem mit einander. Letztere ſiegte ob, als eine volle Woche verſtrich, ohne daß ein Befreier gekommen wäre.
Wie lang mußten einſt dem keuſchen Joſeph die zwei Jahre geworden ſein, die er nach der Traumauslegung


