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der grauſame Doktor meine Vorderfüße abgeſchnitten, ſo daß ich nicht mehr in der Erde wühlen kann? Ich hatte ſchon ein hübſches Loch an der Mauer gegraben, als mich der Doktor erwiſchte.“
Dieſe Worte des Wahnſinnigen zündeten in Horſa's Gehirn den Gedanken an eine mögliche Befreiung. Er begab ſich an den Fuß der hohen Gartenmauer und ent⸗ deckte nach einigem Suchen an der bocker zugeſchütteten Erde, wo der vermeinte Maulwurf gewühlt gehabt hatte. Dazu hatte dieſer ſich blos ſeiner Finger und Nägel be⸗ dient, auch gab es hier kein anderes Mittel. Ueber die Mauer zu ſteigen, war nicht gut möglich, aber unter derſelben ſich durchzugraben, nicht aus dem Bereiche der Möglichkeit. Nun war die große Frage: wie das zu machende Loch vor den Augen des Doktors und der flei⸗ ßig umherſpürenden Wärter zu verbergen, da Horſa nicht mit einem Male die ganze Arbeit vollenden konnte? Die zweite Frage war: wohin die ausgegrabene Erde ſchaffen, wenn ja das Loch an der Mauer durch darüber gebreitete Aeſte oder dürres Laub verdeckt werden könnte? Zu die⸗ ſen Fragen geſellte ſich noch die Beſorgniß, daß, im Falle einer vorzeitigen Entdeckung von Horſa's Fluchtverſuch, auch ihm die ſchreckliche Zwangsjacke angezogen und er für einen rückfälligen Kranken angeſehen und behandelt würde. Wenn Horſa hätte ſpitz zugeſchnitzte, feſte Holzpflöcke, gleich Leiterſtaffeln, zwiſchen die Mauerritzen treiben und mittelſt derſelben die Mauer erklimmen können, ſo wäre dieſes Mittel unſtreitig dem Unterwühlen weit vorzuziehen geweſen. Feſte Holzpflöcke zu liefern, verſprachen die ſtär⸗ keren Aeſte der Sträucher und Bäume im Garten; allein es gab weder ein Meſſer, ſie abzuſchneiden und zuzuſpitzen,


