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Anſtrengung und dem menſchlichen Auge unſichtbar, die ungeheure Waſſermaſſe alltäglich aus dem Weltmeere hoch emporziehen. Hierbei läßt die Sonne wohlweislich das Salz und die Bitterkeit des Meerwaſſers unten bleiben. Iſt das emporgezogene Waſſer in der Höhe angelangt, ſo wird es dort in große, weite Schläuche oder Säcke ein⸗ gepackt, welche wir Wolken heißen. Damit aber dieſe Schläuche ihr Waſſer nicht wieder in daſſelbe Meer aus⸗ gießen, aus welchem es erſt entnommen iſt, ſo erhebt ſich Herr Blaſius, der Wind, und bläſt mit vollen Backen in das Wolkengetümmel hinein, ſo daß dieſe bald nach die⸗ ſer, bald nach jener Richtung davon ziehen. So ſchiffen ſie weit, weit fort und halten nicht eher an, als bis ſie an dem Orte und dex Stelle ſind, wo ſie nach unſers Herrgottes Willen ſich niederlaſſen ſollen. Wehe aber uns, den lebenden Geſchöpfen und Pflanzen, wenn dieſe, oft Millionen Centner ſchweren Wolken⸗ und Waſſerſäcke mit einem Male auf uns hernieder plauzten! Selbſt die feſteſten unſerer Häuſer würden davon zerſchmettert wer⸗ den. Aber der liebe Gott hat unter den Wolken ein weites, feines Sieb ausgeſpannt, durch welches der Re⸗ gen nur in Tropfen herniederträufeln kann. Damit nun die Menſchen und Thiere nicht nöthig haben, ſich ſtun⸗ denlang in den Regen hinzuſtellen und mit aufgeſperrtem Munde die Regentropfen aufzufangen, um ſich ſatt zu trinken, ſo läßt der liebe Gott das in die ſchmutzige Erde eingedrungene Regenwaſſer als ſilberhelle und klare Quel⸗ len wieder aus jener hervorrieſeln oder ſich unter der Erde ſammeln, damit wir es durch unſere Brunnen in beliebiger Menge herausholen können. Die Quellen ver⸗ einigen ſich zu Bächen und dieſe ſuchen, wie ein verirrtes


