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ſen.„O daß ich deine aufopfernde Treue belohnen könnte!“ dachte er ſeufzend. Plötzlich fühlte er ſein Herz krampf⸗ haft zuſammengezogen, ſo daß er nur mit großer Anſtren⸗ gung zu athmen vermochte. Zugleich gab es ihm einen ſchmerzhaften Stich und es zeigte ſich ihm ein bleiches, blutiges Geſpenſt, das drohend mit hohlen Augen ihn anſtierte. Eduard Henneberg war das Geſpenſt, der von Horſa aus Eiferſucht Ermordete! Auch Amaliens Bild tauchte empor; doch war es in Nebel gehüllt, ein Be⸗ weis, daß die heiße Leidenſchaft für ſie, wo nicht ganz, doch zum großen Theile, in ihm erloſchen ſei. Um ſo ſchwerer beugte ihn der begangene Mord darnieder.
In dieſem niederbeugenden Momente vernahm Horſa eine Stimme, welche feierlich ſagte:
„Sondern ſchlug an ſeine Bruſt und ſprach: Gott ſei mir Sünder gnädig! Ich ſage euch, dieſer ging hinab gerechtfertigt in ſein Haus vor jenem.“
Der Prinz ward aus ſeinen Phantaſieen gezogen und gewahr, wie die vernommenen zorte aus des Pre⸗ digers Munde gekommen waren. Dieſer ſchloß in der nächſten Minute ſeinen Vortrag und verließ die Kanzel. Horſa ſpäter das Gotteshaus und zwar in Begleitung der Kohlenbrennerfamilie.
Auf dem Heimwege begann Vater Schmidt ſeine Kinder über den Inhalt der eben angehörten Predigt aus⸗ zuforſchen. Anna erglühte wie eine Purpurroſe, als ihr Vater ſeine Verwunderung über ihre Zerſtreuung aus⸗ ſprach, welche ſie, ganz gegen ihre Gewohnheit, nicht ein⸗ mal den Hauptinhalt der Predigt hatte merken laſſen. Dagegen erfreute ſich Stephan des väterlichen Lobes, denn der junge Mann wußte das Thema, ſo wie die ein⸗


