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für den Unterthan werden als die unmittelbaren Abgaben? Indem man hohe Zölle auf das Einbringen ausländiſcher und meiſtentheils entbehrlicher Waaren legt, wird die Regierung in den Stand geſetzt, die Auflagen von den nothwendigeren Lebensbedürfniſſen theils ganz zu entfernen, theils bedeutend zu ermäßigen. Auch treffen die Gränz⸗ zölle weit mehr den Wohlhabenden als den Unbemittelten und darum ſind ſie nicht wohl abzuſchaffen. Denn die Erhaltung des Staates, der Schutz deſſelben wie jedes Einzelnen, die wohlthätigen Einrichtungen, die Förderung der Künſte und Wiſſenſchaften, ſo wie tauſend andere unentbehrliche Staatszwecke erfordern große Summen, die geſchafft werden müſſen.“ 1
„Das ſtelle ich nicht in Abrede—“ entgegnete Schmidt—„aber ein ſehr großer Uebelſtand iſt's, daß ſo viele Länder Deutſchlands gegenſeitig ſich abſperren und mit Zöllen belegen, anſtatt ein großes Ganzes zu bilden, das durch eine einzige Zolllinie gegen das unver⸗ zollte Ueberſchwemmen mit ausländiſchen Waaren geſchützt wird. Welche Menge überflüſſiger Zöllner und Zollwäch⸗ ter würde dann in Wegfall kommen! Wie ſehr der Be⸗ ſtechlichkeit und Untreue dieſer Beamten vorgebeugt! Wie viele tauſend Paſcher würden dann in arbeitſame und chrliche Unterthanen umgewandelt werden! Ein zweites Gebrechen iſt aber auch die unzulängliche Beſoldung des Mauthbeamtenheeres. Hierdurch werden dieſe Männer faſt gezwungen, ihren Dienſteid zu brechen und ſich mit den Paſchern zu verſtehen, um mit ihren Familien nicht YNoth zu leiden. Glaubt mir, junger Mann! die meiſten Kaufleute, Händler und Gewerbtreibende der Gränzörter ſtehen mit den Paſchern in Verbindung und helfen den


