Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Nachdem Schmidt ſich von dem Fleiße ſeiner Leute überzengt und die nöthigen Anordnungen getroffen hatte, drang er nebſt Horſa und Stephan in das Innere des Forſtes ein, um nach den, wegen Gewinnung des Ter⸗ pentins und Harzes geriſſenen Fichtenſtämmen zu ſehen. ropfſchüttelnd ſah Horſa zum erſtenmale in ſeinem Leben, daß die Rinde der Fichten in langen, ſchmalen Streifen entfernt worden war. Aus dieſen rindenfreien Stellen quoll nun das Harz hervor und verhärtete ſich während des Ausſchwitzens.

Dieſes theilweiſe Entblößen von Rinde muß dem Baume höchſt ſchädlich ſein und ſein Wachsthum behin⸗ dern, ſprach er zu ſeinem Wirthe.

Dies iſt wirklich der Fall verſetzte Schmidt Da aber der durch das Reißen der Bäume erzielte Nutzen weit größer iſt als der Verluſt an Holzwuchs, ſo wird jenes dadurch entſchuldigt. Wie mancher Muſikant im Lande mag nicht wiſſen, daß er ohne dieſes Rinden⸗ reißen keinen Ton auf ſeiner Geige hervorbringen könnte!

Unter Geſprächen, welche für den Prinzen wirklich eben ſo neu als belehrend waren, nahete ſich das Män⸗ ner⸗Kleeblatt einer Waldſchenke, neben welcher zugleich der bunte Gränzpfahl die Scheidelinie der beiden Nach⸗ barländer bezeichnete.

Trinken wir hier ein Glas Bier, ſprach Schmidt und trat in die Gaſtſtube des Hauſes, in welcher drei Gränzjäger des Nachbarſtaates um den Schänktiſch ſaßen⸗

Porſa war, wie bereits erwähnt, im Lande und in der Einſamkeit eines fürſtlichen Jagdſchloſſes erzogen wor⸗ den. Vater und Mutter waren ihm geſtorben, da er noch faſt ein Kind geweſen. Geſchwiſter hatte er nicht und darum