Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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im Umfang und Höhe kleinen Bergen ähnlich, ſah Horſa und dabei eine Menge ſchwarzrußiger Geſellen beſchäf⸗ tigt. Gleich einem Krater entſtrömte der Spitze des brennenden Meilers eine mächtige Dampfſäule. Den Fuß deſſelben umgaben kleine, trichterförmige Vertiefun⸗ gen, welche gleichfalls weißlichen Rauch aufſteigen ließen und eben ſolcher ſtrich wie ein luftiges Schleiergewebe über die ganze Bergfläche hin, welche nicht mit gewöhn⸗ licher Erde, ſondern mit einer trockenen, klaren Schlacke überdeckt war. Lange, eingekerbte Baumſtämme, deren unteres Ende auf Holzgeſtellen ruhte, führten als miß⸗ liche Leitern auf die Höhe des unterirdiſch glühenden Kraters. Ueber dieſe Leitern ohne Sproſſen und Lehnen liefen die Köhlergeſellen mit einer, durch die lange Ge⸗ wohnheit erworbenen Sicherheit, obgleich der Sturz oder Fehltritt ſie unrettbar dem unter der Aſche brennenden Feuer in die Aerme geführt haben würde. Ein andrer Meiler wurde erſt erbaut. Zwei hundert und mehr Klaf⸗ tern ſtarken Scheitholzes waren dergeſtalt zuſammengeſetzt, daß der Mittelpunkt, des rieſigen Haufens eine Höhle bildete, zu welcher ein enger Gang von außen führte. Hier war der Feuerheerd, von wo aus der ganze Meiler in Brand geſetzt werden ſollte. Ueberall, wo Horſa das Auge hinwendete, erblickte er thätige Regſamkeit. Ab⸗ wechſelnd langten vollgeladene Holzwagen an, gingen leere ab; wieder andere Wagen nahmen große Säcke mit den glänzend ſchwarzen, laut klingenden Holzkohlenſtücken auf und fuhren ſie den Abnehmern zu. In dem Walde ſelbſt ertönten der Holzſchläger Axtſchläge, mit denen ſie die Waldrieſen fällten, deren weit hin Fall ein langes Echo hervorrief.