Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Auch an Horſa's Hoftafel war dieſer neueren Mode gehuldigt worden und daher es jenem nie beigefallen, daß es um des Menſchen, nicht um Gottes wegen, gut ſei, wenn jener dieſem ſeinen Dank für die oft unver⸗ dienten Gaben göttlicher Güte ſage.

Die Hochſchule, in welcher Horſa auf der Feſtung geweſen war, hatte ihn Gottes Macht und ſeine eigene Hülfloſigkeit erkennen laſſen. Er war daher jetzt weit dankbarer gegen alles Gute, das ihm zu Theil ward. Jetzt hörte er nun von den friſchen, rothen Lippen eines jungen Mädchens, deſſen Auge bald demuthsvoll zu Bo⸗ den ſich ſenkte, bald mit andächtigem Feuer gen Himmel aufblitzte, die Güte des Höchſten in einem frommen Bibelſpruche verkünden und dadurch fühlte auch er ſich auf der Andacht Schwingen erhoben.

Als über Tiſche Horſa ſeine Verwunderung über das, was er in der Riederlaſſung geſehen und erfahren hatte, ausſprach, verſetzte Schmidt lächelnd:

Auch ich war anfangs ein gewöhnlicher Köhler⸗ welcher nach altväterlicher Weiſe ſeine Kohlen brannte und völlig zufrieden war, wenn dieſe glänzend ſchwarz, leicht von Gewicht und beim Anſchlagen klingend waren. Hätte ich in dieſer Weiſe beharret, ſo wäre ich jetzt mit den Meinen allein und in einer ſchlechten Köhlerhütte. Aber die Vorſehung wollte, daß mir ein gutes Buch in die Hände fiel und ein viel gereiſeter und wohl unterrich⸗ teter Mann mein Berather wurde. Beide belehrten mich, daß der Menſch im Lernen nie ſtill ſtehen Hürfe, daß ein jeder Erwerbszweig gehoben werden könne und daß man um ſo mehr zu deſſen Vervollkommnung und Erweiterung verpflichtet ſei, weil die übergroße Bevölkerung beides