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ter Freund, daß wir aus Furcht das Bild verhängt haben. Bis zu Eurer Ankunft hat es frei und offen zu Jedermanns Anſicht geſtanden und erſt auf die Kunde von des armen Prinzen Tode hat unſte Sophie das ſchwarze Tuch als Trauer darüber gebreitet.“
Dieſe Worte und ein flüchtiger Blick nach dem jetzt ſichtbar gewordenen Bilde im ſchwarzen Rahmen erſchreck⸗ ten Horſa nicht wenig, denn deutlicher noch als des Bildniſſes Geſichtszüge ſprang dem Beſchauer die Unter⸗ ſchrift in die Augen.
n I. regierender Fürſt von Baſilien.“
„Ich bin verrathen!“ murmelte der ſich erkannt glaubende Prinz.„O du ſonſt ſo edle Malerkunſt, mußteſt du gerade mein Judas Iſcharioth werden?!“
Mit argwöhniſch forſchenden Blicken beobachtete Horſa jetzt das Antlitz ſeiner Wirthin. Erſt als daſſelbe ſeine ruhige Haltung behauptete, wagte er auf ſein Konterfei hinzuſchielen. Bald ſchwanden die Sorgenfalten von Horſa's Stirne und ein Lächeln umgab ſeinen Mund. Denn was er auf dem Bilde ſah, war allerdings ein jugendliches Haupt mit den gewöhnlichen Beſtandtheilen. Auch fehlten die Eigenthümlichkeiten eines Fürſten, wie: Uniform, Achſelbänder, Ordensband und Stern— nicht. Aber getroſt hätte Horſa können dieſes ſein Bildniß ſelbſt zum Verkauf ausbieten, ohne Gefahr zu laufen, erkannt zu werden.
„Dank dir, unbekannter Gurkenmaler!“ ſprach Horſa vergnügi vor ſich hin.„Keinen geringen Dienſt haſt du mir durch dein Nicht— Treffen erwieſen. Wäre ich noch Regent, ſo ernennte ich dich zum Profeſſor.“ Bald ver⸗


