Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Burſcheund darum muß er auch im Walde woh⸗ nen. In einer guten Stunde können wir daheim ſein.

Da liegt Eure Wohnung wohl nahe an der Lan⸗ desgränze? forſchte Horſa weiter.

So iſt's! antwortete Jener.Kaum eine Viertel⸗ ſtunde haben wir von unſerm Hauſe bis zum Gränz⸗ pfahle.

Horſa hätte lieber gehört, daß der Vater ſeines Be⸗ gleiters im Nachbarſtaate gewohnt hätte. Es fiel ihm das Beiſpiel von Hippoldisweiler ein, wo er trotz der Nähe der Gränze von ſeinen Feinden überfallen und ge⸗ fangen genommen worden war. Sich nicht ſicher inner⸗ halb ſeines vormaligen Reiches glaubend, beſchloß er, eine nur kurze Raſt ſich bei ſeinem Schützlinge zu ver⸗ gönnen und dann das Ausland aufzuſuchen. Bei der Fortſetzung des Marſches erfuhr Horſa, daß ſein Beglei⸗ ter Stephan Schmidt heiße und gleichfalls das Gewerbe ſeines Vaters betreibe. Der Prinz bildete ſich ein, des nächſten eine Köhlerhütte, von Holz, Raſen und Moos zuſammengeſetzt und an mächtige Baumſtämme gelehnt, im dichteſten Walde aufzufinden. Die innere Einrichtung derſelben glaubte er dem Aeußern angemeſſen: nur die allernothwendigſten Geräthe und zwar plump geſchnitzt oder zugehauen, Lagerſtätten von dürrem Laube und Mooſe, Brot von der ſchwärzeſten Art, dazu Ziegenmilch und Ziegenkäſe weiter nichts. Aber ſeine Täuſchung war eine von angenehmer Art, als er am Ziele ſeiner Wanderung einen baunfreien, ziemlich umfänglichen Raum vor ſich ſahe, den eine Menge verſchiedener Gebäude von feſter und geregelter Bauart bedeckte. Er würde dieſelben für ein Walddorf gehalten haben, wenn nicht die meiſten