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wie gab der Räuber jetzt Ferſengeld! Schnell hatte ihn des Waldes Dickicht den Augen der Zurückbleibenden entzogen.
Der Burſche war eben ſo raſch vom Boden aufge⸗ ſprungen.„Ei, ſo ſchießt doch nur los!“ rief er hitzig dem herankommenden Horſa zu.„Platzt doch dem Spitz⸗ buben die Diebsknochen entzwei! Was zaudert Ihr? Meint Ihr, daß es Schade um einen ſolchen Schuft ſei? O weh! nun iſt er verſchwunden!“
Horſa war eben ſo innig vergnügt, wie ein Soldat, welcher das erſte Pulver in einer heißen Schlacht gero⸗ chen hat. Durch eine bloße Handbewegung hatte er einen Feind in die Flucht geſchlagen, welcher in einem entſtandenen Handgemenge jedenfalls den ganz entkräfte⸗ ten Horſa beſiegt haben würde. Deſſen Geiſtesgegen⸗ wart hatte die rohe Körperkraft bewältigt, ſo wie einſt der kleine David den Rieſen Goliath. In der heiterſten Laune ſchritt Horſa dem Burſchen näher, welcher, anſtatt ſeinem Retter zu danken, nicht übel Willens war, denſel⸗ ben mit Vorwürfen zu empfangen. Wenigſtens ſah ſein Geſicht verdrießlich genug dazu aus.
„Schicke Du dem Räuber eine Kugel nach—“ ſprach Horſa lachend, indem er ſeine Waffe dem Burſchen hinreichte. Wirklich griff dieſer haſtig zu, nun erſt durch das Gefühl die eigentliche Beſchaffenheit der vermeinten Flinte erkennend.
„Alle hedich!“ rief der Burſche fröhlich jetzt aus— „das nenne ich einen Pfiff! den muß ich mir hinter's Ohr ſtecken. O Rußbutten und Pechpflaſter! wenn das der lange Strauchdieb gewußt hätte! Dann war es um meine blanken Thaler geſchehen und wir beide wären


