welche ihn anfänglich ſtutzig machte, führte ihn, wenn er die ziemlich nachläſſige Bewachung ſeiner Perſon hinzu⸗ rechnete, auf den Gedanken, daß er ſich auf Freundes Veranſtaltung in der Kutſche befunden habe und dieſe ihn über die Gränze zu bringen beſtimmt geweſen ſei. Da Horſa lieber ſterben als wieder Gefangener ſein wollte, ſo war er darauf bedacht, ſich irgend eine Waffe gegen einen feindlichen Angriff zu verſchaffen. Nach ei⸗ nigem Suchen fand er einen geraden Fichtenaſt mit einem Haken am ſtärkeren Ende. Auf denſelben ſich ſtützend, wanderte er im Walde fort. Nach einer Stunde Wegs etwa drang zu Horſa's Ohren das Hülfsgeſchrei eines Menſchen, welches der Forſt ſchallend vervielfältigte. Anſtatt wie der Prieſter und Levit Reißaus zu nehmen und die eigene Haut in Sicherheit zu bringen, eilte Horſa dem Orte zu, von welchem der Ruf ertönte. Es war ein Hohlweg, in welchem Horſa einen jungen Bur⸗ ſchen erblickte, welcher mit einem langen und an Kräften jenem weit überlegenen Kerle rang. In dem Augenblicke, wo der Burſche überwältigt zu Boden geworfen wurde und der Kerl ihn auszuplündern gedachtey erſchien Horſa in dem Anfange des Hohlweges. Er wußte ſelbſt nicht, was ihn bewog, ſeinen Fichtenaſt mit dem hakenverſehe⸗ nen Ende an die rechte Wange zu legen und mit dem anderen, gleich wie mit einer Flinte, auf den Räuber zu zielen, wobei er mit fürchterlicher Stimme ſchrie:„Wart', Schurke! wie einen tollen Hund will ich dich niederſchie⸗ ßen.“ Der Kerl blickte erſchrocken auf. Er ſah in klei⸗ ner Entfernung einen jungen Mann in Jägerkleidung ſtehen und ein Ding auf ſich angelegt, das er in ſeiner Beſtürzung für ein wirkliches Schießgewehr hielt. Hui!
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