Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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ſich in ein lebhaftes Geſpräch vertieft hatten. Er ſelbſt ſah ſich mit einem weiten, pelzgefütterten Mantel umge⸗ ben und in der Wagenecke gelehnt. Aus der halblaut geführten und von dem Getöſe des Fahrens großentheils unverſtändlich gemachten Unterhaltung der Männer konnte Horſa deren Geſinnung gegen ihn nicht erkennen. Der Weg führte, wie er beobachtete, durch öde Gegenden und über keine Kunſtſtraße.

Was hatte man mit ihm vor? Hatte man das Vor⸗ haben ſeiner Freunde entdeckt und gedachte man ihn einem andern und noch ſtrengeren Gewahrſam zuzuführen? Zwar ſchien ihm hierzu die Ueberwachung ſeiner Perſon nicht vorſorglich genug. Aber die Furcht vor einer mög⸗ lichen Fortdauer ſeiner Gefangenſchaft und die Ausſicht, derſelben durch die Flucht entgehen zu können, gewann bei Horſa die Oberhand. Ohne weiteres Ueberlegen ſtreifte er den Pelzmantel von ſich ab, bewegte er den Drücker des Wagenſchlags und entſchlüpfte unbemerkt ſeinem dahinrollenden Gewahrſame. Am Wege ſtehendes, niederes Gebüſch, in welches Horſa ſofort unterkroch, be⸗ günſtigte deſſen Flucht. Von jenem gedeckt, eilte er un⸗ aufhaltſam ſeitwärts fort. Was ihm an Körperkräften noch abging, ergänzte des Geiſtes Aufregung und die Hoffnung auf Befreiung. Er hielt eher nicht mit Laufen inne, als bis ihm der Athem auszugehen drohte und er einen dichten Wald erreicht hatte.

Wie erkenntlich doch der Menſch dann, ſelbſt für ein kleines Gute, wird, wenn er es vorher lange hat ent⸗ behren müſſen! Dort ſitzt Horſa, den Rücken gegen einen Kieferſtamm gelehnt, und trinkt unter unſäglichen Wonne⸗ gefühlen den kräftigen, aromatiſchen Harzduft auf, welcher