Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Es verſteht ſich von ſelbſt, daß, wenn Horſa wirklich geſtorben geweſen, auch die ganze Geſchichte zu Ende wäre. Ein Ende aber wie das vorliegende, würde ganz außer der Ordnung ſein und die Leſer völlig unbefriedigt laſſen. Nun iſt es zwar ein ſchon oft abgenutzter Romanenpuff, wenn man unglückliche Gefangene oder Liebende durch einen ſtarken Schlaftrunk ſcheinbar ſterben und dann zur Freiheit wieder erwachen läßt. Auch iſt ein ſolcher Puff wiederholt unglücklich abgelaufen, wie uns die Geſchichte von Romes und Julia und von der eiſernen Maske lehrt. Zu Horſa's Rettung aber war der Feſtungskom⸗ mandant kein argwöhniſcher Franzoſe, welcher, wie der eiſerne Maske geſchah, dem Scheintodten den Kopf vom Rumpfe trennen ließ, bevor er ihn der Erde übergab. So kam es denn, daß Horſa, deſſen Freunde kein ande⸗ res Rettungsmittel hatten auffinden können, endlich aus ſeinem Todtenſchlafe erwachte, was freilich, in Folge des ſtarken Schlaftrunkes, mit ziemlich wüſtem Kopfe und Magen geſchah.

Die Beſinnung wieder bekommend, fühlte Horſa, daß ſeine Lagerſtätte in unaufhörlicher Bewegung ſei. Bald bemerkte er, daß er ſich in einer Kutſche befand, auf deren Bocke zwei ihm unbekannte Männer ſaßen, die