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lodernde Feuersgluth. Weinend und laut jammernd hiel⸗ ten ſich Salome und— an dem Kleide ihrer Mutter feſt.
Die Angſt der Frau wandelle ſich jedoch plötzlich in das größte Entzücken um, als hinter ihrem Rücken die Stubenthür aufgeklinkt wurde.
„Kommſt du, mein Levi? Gelobet ſei der Gott unſrer Väter!“— rief ſie aus und wandte ſich raſch um.
Aber nicht der heiß erwartete Gatte, ſondern Popp, der eindaumige war es, welcher in die Stube trat und die kurze Freude der Judenfrau plötzlich wieder ver⸗ nichtete.
„Die Chriſten tödten und verbrennen drüben unſre Leut“— ſchrie Sara gellend dem Eintretenden ent⸗ gegen—„und mein Mann, mein Levi, iſt auch drüben und wird ermwordet, zu Staub und verbrannt. Wehe! wehe! wehe!“
„Unmenſchen ſind's und keine Chriſten!“— ver⸗ fetzte Popp düſter.„Aber, Weib! du kannſt hier nicht bleiben mit deinen Kindern. Bald wird die Mörder⸗ bande auch hierher kommen und dich nebſt deinen Kin⸗ dern dem Tode überliefern. Darum komme ich her. Gern möchte ich einen Theil meiner großen Schuld ge⸗ gen euch abtragen. Geh' mit mir, Frau! und ninn deine Kinder mit.“ „Ohne meinen Levi? Nimmermehr!“— antwortete Sara entſchloſſen.„Was that ich euch Chriſten? Was euch meine unſchuldigen Kinder? Ich bleibe!“


